Post von der LADS (Berlin)

Was lange währt … und manchmal wird es dann auch gut. Im Briefkasten, im echten vor der Haustüre, lag ein Schreiben von der LADS aus Berlin – die Antwort auf meinen offenen Brief.

Guten Tag Anika Frankenbach,

vielen Dank für Ihr Schreiben an die Berliner Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung (LADS).
Zunächst möchte ich mein Bedauern ausdrücken, dass Sie bei der Benutzung einer Toilettenanlage in Berlin mit unangemessenen und diskriminierenden Äußerungen konfrontiert wurden. Der Besuch nach Männern und Frauen getrennter WCs ist insbesondere für trans-, intergeschlechtliche und nicht-binäre Menschen mit dem Risiko von Belästigung und Anfeindungen verbunden. Die Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung, empfiehlt daher seit langem die Einrichtung von WCs für alle Geschlechter (s. LADS-Flyer »Öffentliche Toiletten ohne Diskriminierung« (pdf) – auch zu der Option, bestehende Anlagen geschlechtsneutral umzuwidmen, auf die Sie treffend hinweisen).
Die Gestaltung einzelner öffentlicher Toilettenanlagen und die Einweisung von Sicherheits- oder Reinigungspersonal obliegt verschiedensten öffentlichen und privaten Einrichtungen.
Wir teilen Ihre Einschätzung, dass es in dieser wichtigen Gesundheits- und Teilhabefrage sowohl weiterer Sensibilisierung als auch struktureller Anpassung an die Realität geschlechtlicher Vielfalt bedarf. Als ein positives Beispiel möchte ich erwähnen, dass der Berliner Senat ein Pilotprojekt für autarke Toiletten in Grünanlagen plant, zu dessen expliziten Anforderungen die Nutzbarkeit für Menschen aller Geschlechtszugehörigkeiten zählt. (pdf)

Mit freundlichen Grüßen
Vierrath

Da tut sich was in Berlin. Vielen Dank für die Antwort. good

In Hanau hat sich seit zwei Jahren nichts getan. Ich bohre natürlich im Main-Kinzig-Kreis das Brett „Toiletten und Unisex“ weiter, zeige dann zur LADS nach Berlin, wo die Stadt, der Senat unter ganze anderen Gesichtspunkten die Sache angeht. Großstadtstatus innehaben, verpflichtet, liebe Hanauer:innen.

Ach, gendern wollen die ja auch nicht, da in der Stadt.

Es gibt viel zu tun. phil_04

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